Nach einigen interessanten Gesprächen aufgrund der letzten Nachschau gibt es dieses Monat eine etwas kleinere Sammlung an Fakten, Studienzusammenfassungen und Zahlen rund um eBooks, Apps, Lesegeräte und Tablets.

Viel Spaß beim Lesen.

  • Kobo verkündet dass eReader, Tablets und Reader Apps von Kobo bis Q3 2013 den vollen ePub 3 Standard unterstützen werden. (via digitalbookworld )
  • Wir eröffnen den Bücherfreund - einen lose versendeten Newsletter zu interessanten eBooks, Apps und Eigenproduktionen. Anmelden kann man sich schnell mit diesem Formular.
  • 78% der US Amerikaner über 16 lasen 2012 zumindest ein Buch. Leser in Städten und am Land lesen dabei sehr unterschiedlich. In unserem Kontext war dabei interessant: Städter lesen mehr eBooks (22%) als Menschen am Land (17%). Auch beim Besitz von eReader oder Tablet ist das Verhältnis etwa ähnlich.
    (via PewInternet )

Sie haben einen Tipp oder Hinweis?

Wir freuen uns, wenn Sie ihn uns zukommen lassen. Eine Mail an Stefan Moser genügt.

Eine kleine Rundschau der letzten Wochen und unsere Eindrücke rund um eBooks, Apps, Verlags- und Buchhandelsbranche, Kulturbetrieb, Internet und nicht zuletzt Kunst und Museen.

  • Jeder 8. Deutsche nutzt ein Tablet.
    Aussagekräftig auch die Absatzerwartungen an das diesjährige Weihnachtsgeschäft: man erwartet einen Absatz von über 3 Millionen Geräten in Deutschland. ( via bitkom )
  • Tablets werden zunehmend als Lesegerät genutzt und holen so auf – so eine Studie von Statista und Focus. Auf Apples iPad ist so etwa die Leseapp iBooks an Platz 5 der meistgenutzten Apps. Auf Android Geräten ist der Adobe eReader auf Platz 2 der meistgenutzten Apps.
    Vor allem Vielleser bevorzugen Tablets zum lesen – eine klare Kehrtwende zu den Ergebnissen vergleichbarer Studien aus 2011. ( via buchreport )
  • Vergleichsweise sollen weltweit im Q4 2012 rund 4,5 Millionen eBook Reader verkauft werden. Gemeint sind hierbei die Schwarz-Weiß Lesegeräte. Im 3. Quartal waren es noch etwa 2,2 Millionen. Die Gesamtverkäufe 2012 gesamt werden mit etwa 9,8 Millionen eBook Readern angegeben.
    Liest sich viel. Ist aber gegenüber 2011 bereits rückläufig. Da waren es etwas über 50% mehr. 2013 sollen nur noch 8,2 Millionen Geräte abgesetzt werden, 2014 6 Millionen. Die Tablets verdrängen hier klar die eReader. ( via digitimes )
  • Im Vergleich dazu explodiert der Markt gerade in Deutschland (und wir denken auch in Österreich): 2012 sollen etwa 800.000 Geräte verkauft werden – 2011 waren es  230.000 Reader. Für 2013 rechnet man mit einem Absatz von 1,4 Millionen Geräten.
    Die Sättigung wird aber auch hier rasch nach dieser Grundausstattung eintreten und in obige Trends einschwenken. ( via cme )
  • Amazon ist weltweit mit seinen Kindle Geräte Marktführer mit 55%, Kobo folgt mit 20%, B&N mit 10%. Die anderen folgen hinterher. ( via digitimes )
  • Amazon wird in Kürze einen eigenen Map-Dienst starten. Damit bietet Amazon, neben Google, Microsoft oder Apple, seinen eigenen Kartendienst an. Entwickler können auf dessen Basis SpezialApps für die Amazon Fire Tablets schreiben. Es ist noch nicht bekannt, ob auch auf diese Funktionalität auch über KF8 in eBooks zugegriffen werden kann. ( via heise )
  • 19. November 2007 – das war ein ereignisreicher Tag: Amazon hat an diesem Tag seinen ersten Kindle vor. Aktuell gibt es den Kindle in der 7. Generation – und Amazon hat mit diesem Gerät und dem damit verbundenen Marktplatz eine Branche  in Bewegung gesetzt.

Das war es für heute. Die nächsten Beobachtungen in Kürze.

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Google hat aktuelle Studienergebnisse zum Thema “wie nutzen und konsumieren wir heute Medien” in einigen Infografiken aufbereitet. Das hat auch großen Einfluss auf die Erstellung eines Konzepts für Ihre App. Es ist eines schön und schnell ersichtlich:

 

Neben der dominierenden Rolle des Bildschirms in der Nutzung von Medieninhalten ist vor allem eines Realität – die Aufmerksamkeit eines Mediums konkurriert oft mit einem zweiten, oder gar drittem, Bildschirm.

 

So fummeln beim Fernsehen statistisch 48% am Smartphone, und 34% beschäftigen sich mit dem Laptop oder Tablet.

 

Ohne dass das eine Aussage über die Qualität von Fernsehangeboten ist stellen sich doch viele Fragen.

  • Wie gehen wir mit dieser immer schneller eintretenden, gleichzeitigen Konsumation von Medien um?
  • Was bedeutet diese Teilung der Aufmerksamkeit für unsere Inhalte und Botschaften?
  • Wie schaffen wir den Kern unseres Anliegens klar und deutlich zu vermitteln?

 

Unsere Erfahrung und unsere feste Überzeugung:

Heute ist es, noch mehr als noch vor kurzer Zeit, wesentlich klar und auf den Punkt gebracht zu kommunizieren. Kerninhalte und der wesentliche nutzen muss heraus gearbeitet werden. Neue technische Möglichkeiten bieten hier oft einen neuen, zugänglicheren Ansatz.

Denken Sie an eine geografische Verortung des Benutzers und einen daraus resultierenden persönlichen Guide. Oder an ein schnelles Foto mit der Smartphone Kamera und einer damit stattfindenden Suche was denn für ein Gefahrenzeichen vor einem hängt.

 

Doch die Technik ist nur der letzte Schritt.

Zuvorderst: Neugier und Lust auf die Suche nach diesem Kern, der Essenz, den Wünschen und Bedürfnissen unserer Nutzer und Kunden. Passgenaue Konzepte für Ihre App vor der Entwicklung.

 

Was denken Sie?

 

Quelle: Google Mobile Ads Blog

 

Auf 3 von 5 Tablets werden eBooks gelesen

Die Tabletnutzung ändert die Mediennutzung Ihrer Besitzer radikal. Und rasant.

Diese kleine Infografik von comScore gibt einen schnellen Überblick über den aktuellen Status Quo in den USA:

comScore TabLens zeigt Nutzung von Tablets in den USA auf

 Was uns besonders ins Auge fällt:

  1. Nummer 2 Warenkategorie der 39% die über das Tablet einkaufen: Bücher (Printtitel und eBooks)
  2. 3 von 5 lesen am iPad eBooks – diese Nutzung liegt ja über der Nutzung eines Tablets als Musikplayer!

 

Quelle: comScore

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eBook Leser kaufen mehr Printtitel

Die Book Industry Study Group (BISG) in den USA haben einige sehr interessante Erkenntnisse aus dem Consumer Attitudes Toward E-Book Reading Report veröffentlicht: eBook Leser schränken sich in der Auswahl ihrer Lesematerialien weniger ein und greifen auch wieder häufiger zum gedrucktem Buch.

Nur digital? Nicht mit uns:

So fiel der Anteil jener eBook Leser die ausschließlich oder hauptsächlich digital lesen von 70% im August 2011 auf 60% im Mai 2012. Im gleichen Zeitraum stieg auch der Anteil jener die angaben keine Präferenz zwischen eBook und gedrucktem Buch zu haben von 25% auf 34%.

Fire vs. iPad

Auch bei die Lesegeräte unter den Tablets ist Bewegung: Mehr Leser nutzen Amazons Fire als Apples iPad. Da Amazons Fire Tablet zum Weihnachtsgeschäft 2011 eingeführt wurde, und somit kein ganzes Jahr auf dem Markt ist eine sehr beachtliche Leistung.

Marktanteile der gängigen Geräte unter eBook Lesern:

  • Amazon Kindle Fire: 20% (7% in Dez. 2011)
  • Apple iPad: 17% (17% in Dez. 2011)
  • B&N NOOK Tablet: 5%
  • andere Android Tablets: 8%

Den Rest auf 100% füllen alle anderen eReader auf – wie etwa Amazons Kindle Touch und andere. Durch die bevorzugte Nutzung von Tablets ist auch hier einiges in Bewegung: so ist das meistgenutzte eReader Gerät immer noch Amazon Kindle, und das mit rund 35% Marktanteil. Im August 2011 war jedoch sein Marktanteil noch bei 48%.

 

Bildquelle: jblyberg / Flickr
Quelle: BISG Press Release / 31. Juli 2012

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Männer und Frauen bevorzugen verschiedene Tablet Marken

so kann man die Studienergebnisse der am 6. August von comScore veröffentlichten Studie schnell interpretieren.

In der Untersuchung, die in den USA über 3 Monate und 6000 Personen lief, ging man so auch den Fragen nach “Wie werden Tablets ausgewählt?” und “Wie werden Tablets genutzt?”.

Es dreht sich nur um kleine Prozente

Leichte Auffälligkeiten gibt es so zur ersten Frage der auf Geschlechter bezogenen Tabletwahl: Männer bevorzugen mit leichtem Vorsprung von 51,9% das iPad, 56,6% Frauen Amazons Fire.

Als wichtigste Entscheidungskriterien beim Kauf wurden 9 Bereiche auf einer 10 Punkte Skala bewertet. Die Top 3 Kriterien waren demnach (herstellerneutral):

  1. Die Auswahl an Apps
  2. Der Preis
  3. Die Marke

Interessant finden wir in diesem Zusammenhang, dass Amazons AppStore und Googles App Angebot als sehr wertig oder ausreichend angenommen werden und hier scheinbar kritische Massen an Angeboten erreicht sind.

Bei der Frage nach der Zufriedenheit mit dem eigenen Tablet wurden iPad und Fire beinahe gleichauf bewertet. Das Apple Gerät hatte dabei einen hauchdünne bessere Bewertung mit 8,8 Punkten zu 8,7 Punkten des Amazon Fire Tablets.

Alle diese Zahlen kommen aus den USA, und die Umlegung auf den europäischen, oder mitteleuropäischen Raum ist wie immer sehr starke Interpretationssache. Dominiert doch hier – besonders auch durch wenig Android Alternativen mit Komplettpaket (prall gefüllter Store mit Apps, Musik, eBooks) – noch klar Apple.

Es wird spannend wenn, wie erwartet, Amazon diesen Herbst auch im deutschsprachigen Raum mit eigenen Tablets auf den Markt kommt.

Die Entscheidung Ihre eigenen Apps in Multi-Plattform Szenarien voranzutreiben ist der richtige Weg.

Quelle: comScore – Vorstellung der Studienergebnisse